Gershwin

Als George Gershwin 1924 seine RHAPSODY IN BLUE mit dem Untertitel “Ein Experiment der Modernen Musik” versah, gelang mit diesem Werk für Klavier und Orchester auch die Verbindung von Jazz und Sinfonie. Im darauffolgenden Jahr begann die Zusammenarbeit mit Gershwins Bruder Ira, die unzählige Lieder hervorbrachte. Zwar erreichte er nie die angestrebte Zusammenarbeit mit Maurice Ravel, doch er war stets bezaubert von der Sinfonischen Dichtung und dem Konzert. Meisterwerke wie AN AMERICAN IN PARIS oder die Oper PORGY AND BESS haben das musikalische Erbe Amerikas entscheidend bereichert.

Jos van Immerseel war seit jeher von Gershwin fasziniert, doch erst das Auftauchen einer neuen Edition von Gershwins Partituren führte dazu, dass der Pianist und Dirigent van Immerseel sich zur Aufnahme dieser Hommage entschied. Dank der Forschungsarbeit der Universität von Michigan, der Library of Congress und dem Gershwin Estate sind van Immerseel und seine Wegbegleiter von Anima Eterna Brügge den Intentionen Gershwins näher gekommen als je zuvor. Für alle, die van Immerseel in seiner Akribie bereits kennen ist es nicht verwunderlich, dass auch für diese Aufnahme nur der Epoche entsprechende Instrumente zum Einsatz kamen. Dazu gehört natürlich auch ein Steinway-Flügel von 1908, der mit seinem transparenten Klang ein typisches Amerikanisches Instrument jener Zeit ist.