Eine russische Romanze

Seit 2015 stand die armenisch-französische Geigerin Chouchane Siranossian schon mehrmals mit Anima auf der Bühne. Auch in dieser Saison spielt sie die Sterne vom Himmel – erst in Violinkonzerten von Mendelssohn und Beethoven, dann als Konzertmeisterin/Solistin in dieser komplett russischen Produktion. Den Grundstein des Programms bildet eines der schönsten Beispiele einfallsreicher Orchesterbesetzung: Rimski-Korsakows sinfonische Suite Scheherazade. Borodins Vorliebe für Exotisches entfaltet sich in den Polowetzer Tänzen, während Tschaikowskis Serenade für Streicher – eine Ode an Mozart – demonstriert, wie sich klassische Balance und romantische Ausdruckskraft wunderbar kombinieren lassen.